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Theodor W. Adorno (* 1903; † 1969)

Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen.| 1 |

Theodor W. Adorno wurde 1903 in Frankfurt am Main geboren. Studium der Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musiktheorie ebd. zwischen 1921 und 1923, Freundschaften mit Max Horkheimer und Walter Benjamin, 1924 Promotion. 1925 und 1926 studierte Adorno Musiktheorie und Kompositionslehre bei Alban Berg und Arnold Schönberg in Wien. 1931 Habilitation bei Paul Tillich mit der Arbeit Kierkegaard, Konstruktion des Ästhetischen. Adorno emigrierte 1934 nach Oxford und 1938 nach New York, wo er Mitglied des dorthin übergesiedelten Instituts für Sozialforschung wurde. Zwischen 1942 und 1944 arbeitete er mit Max Horkheimer an der Dialektik der Aufklärung – weitere Werke siehe rechte Spalte. 1949 kehrte Adorno nach Deutschland zurück und wurde Professor für Sozialphilosophie an der Universität Frankfurt am Main. Dort leitete er mit Horkheimer das wiedereingerichte Institut für Sozialforschung. Ordinarius für Soziologie und Philosophie ab 1956. 1969 starb Adorno in Brig (Schweiz).
Zusammen mit Max Horkheimer und Herbert Marcuse gilt Adorno als Hauptvertreter der Frankfurter Schule und der Kritischen Theorie. Adorno war nicht nur Soziologe, sondern auch Komponist und Musiktheoretiker (Schriften zu Gustav Mahler und Arnold Schönberg).| 2 |

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  | 1 | Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1951.

  | 2 | Auszüge aus der DHM-Biographie (Seiten-Abruf am 9. November 2004).

Bücher

» Musikalische Aphorismen, in: Musikalische Schriften V (Gesammelte Schriften Bd. 18).

» Philosophische Terminologie.

» Negative Dialektik.

» Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie.

» Eingriffe. Neun kritische Modelle.

» Noten zur Literatur.

» Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben.

» Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente (mit Max Horkheimer).

Sonstige Veröffentl.

» „Benjamins ,Einbahnstraße’“, in: Über Walter Benjamin (hrsg. von Rolf Tiedemann).

» „Valerys Abweichungen“, in: Herausforderungen der Moderne. Annäherungen an Paul Valery (hrsg. von Carl H. Buchner und Eckhard Köhn).